Wenn die Starken genervt von den Schwächeren sind

Shownotes

Was machst du, wenn in deinem Team nicht alle gleich leistungsstark sind?

Vielleicht kennst du diese Situation: Eine Mitarbeiterin ist fachlich richtig gut, schnell und zuverlässig. Gleichzeitig wird sie ungeduldig mit Kolleginnen und Kollegen, die langsamer sind oder mehr Unterstützung brauchen. Die Stimmung leidet – und du als Führungskraft stehst mittendrin.

Einfach laufen lassen? Keine gute Idee. Aber die starken Mitarbeitenden ständig auffangen und einspringen zu lassen, ist auch keine Lösung. Denn dann wird gute Arbeit irgendwann mit noch mehr Arbeit „belohnt“. In dieser Folge erfährst du, wie du mit Leistungsunterschieden im Team umgehen kannst, ohne die Starken zu überfordern oder die Schwächeren aus der Verantwortung zu nehmen.

Du erfährst unter anderem: warum du starke Mitarbeitende nicht immer wieder zusätzlich belasten solltest wie du herausfindest, ob jemand etwas nicht kann oder nicht will warum klare Erwartungen und gezielte Weiterbildung wichtig sind wie du versteckte Stärken von Mitarbeitenden erkennst warum auch deine Leistungserwartungen auf den Prüfstand gehören wie du starke Mitarbeitende wertschätzt und weiterentwickelst warum Unterschiede im Team okay sind – solange du als Führungskraft hinschaust und handelst

Ein starkes Team besteht nicht daraus, dass alle gleich schnell, gleich belastbar und gleich gut sind. Entscheidend ist, wie du als Führungskraft mit diesen Unterschieden umgehst.

Denn wenn dein Team merkt: „Meine Führungskraft sieht, was hier passiert, und kümmert sich darum“, schafft das Vertrauen und sorgt für mehr Fairness.

Transkript anzeigen

00:00:03: Fürst Class To Go Boost your Team Der Podcast für Team Leader auf dem Weg zu einem mental starken und leistungsfähigen Team mit Annette Fürst.

00:00:19: Herzlich willkommen zur Folge fifty-three!

00:00:23: Heute möchte ich mich am Freitag aufgrund eines Workshops damit beschäftigen, was es heißt wenn nicht alle gleich sind.

00:00:36: Es meldete sich nämlich eine Teilnehmende und sagte zu mir, du Annette.

00:00:40: Ich hab da echten Thema.

00:00:44: bei mir im Geschäft habe ich einen Mitarbeitenden.

00:00:49: die ist wirklich gut!

00:00:51: Die ist fachlich tip top!

00:00:53: Die war früher sogar mal selbstständig Und die geht ganz schön harsch mit all denen um, die nicht so gut sind wie sie selber.

00:01:04: Sie hat hohe Ansprüche Vielleicht kommt es auch aus der Selbstständigkeit und die macht die anderen ganz schön fertig.

00:01:14: Die anderen haben dann natürlich Angst vor ihr!

00:01:18: Ja, und meine Teilnehmerin selber die Teamleitung sagt dann zu mir so eine Nette was mache ich jetzt?

00:01:24: Was mache ich denn jetzt mit dieser

00:01:27: Person?!

00:01:29: Denn sie schätzt deren Fachqualifikation gar keine Frage – die macht ihren Job gut.

00:01:37: Nur der Umgang mit den Anderen Die schwächer sind, das ist so eine Sache.

00:01:45: Es gibt ja einen Spruch, dass man Gesellschaften daran erkennt wie sie mit den Schwächsten umgehen.

00:01:51: Bei Teams ist es sicherlich auch so und die Frage ist Was kannst du als Teamleiter tun oder als Team-Leiterin?

00:02:05: Es gibt dir eine Sache, die ganz oft passiert und die ich schon als eine Herausforderung sehe Wenn ich jemandem im Team habe der richtig gut ist und der schnell ist, und der hilfsbereit ist.

00:02:21: Und ich habe andere... die sind vielleicht langsamer und nicht ganz so leistungsstark!

00:02:27: Dann ist die Gefahr groß dass gute Arbeit sozusagen durch noch mehr Arbeit bestraft wird.

00:02:36: In dem Betrieb mit denen ich bin geht es ja immer wieder auch um's Einspringen wenn jemand krank geworden ist.

00:02:42: und da sagen sie mir Annette, da hast du schon recht wir fragen immer die gleichen Wir fragen immer die gleichen.

00:02:53: Und es sind dann die, die so versuchen gut sind und am Ende entsteht bei denen der Eindruck – weil ich hilfsbereit bin – wird nur noch Ich gefragt.

00:03:06: Da muss man echt darauf aufpassen!

00:03:09: Denn wenn der Eindruck entstehe das gute Arbeit durch noch mehr Arbeit bestraft in Anführungszeichen wird, dann stellen Menschen vielleicht ihren Leistungsgedanken ein.

00:03:25: Also was konkret könnte man denn jetzt machen?

00:03:28: Was für Ansatzpunkt hast du in so einem Moment, in so einer Konstellation.

00:03:38: Achtet darauf dass Du die Arbeiten fair verteilst also eben die Leistung nicht mit noch mehr Arbeit belohnst.

00:03:49: Achte drauf dass die Leute die hilfsbereit sind wenn Du nach dem Einspringen fragst sehr wohl ihre Freiräume haben und das Du sie nicht immer fragst Auch wenn es natürlich verführerisch ist.

00:04:06: Wenn du dauerhaft die starken Leute bei dem Team mehr belastest, belastst du sie vielleicht über.

00:04:16: Zweiter Punkt ist...wenn man irgendwie so denkt naja da kann halt jemand was nicht so gut dann lass ich denen in Ruhe.

00:04:22: uuh gefährliche Geschichte!

00:04:24: Ich weiß nicht ob Du das Buch kennst von der Daniela Katzenberger sei schlau stell dich dumm.

00:04:31: Die halte ich übrigens nicht für dumm.

00:04:34: Die macht manchmal bisschen einen auf naiv.

00:04:37: Ich glaube, dass die viel cleverer ist als wir alle denken!

00:04:43: Es heißt dann hinzugucken bei denen, die nicht so leistungsstark sind.

00:04:48: können sie nicht oder wollen die nicht?

00:04:52: Und da müsste man die Leute weiter qualifizieren Schritt für Schritt vielleicht nicht alles auf einmal Einen Schritt nach dem anderen Na mit Training Mit klaren Erwartungen dafür sorgen, dass die immer wieder Erfolgserlebnisse haben.

00:05:12: Denn dann sehen... Nicht ganz so leistungsstark sind, dafür vielleicht ganz andere Qualitäten haben.

00:05:53: Qualitäten die man nicht auf dem ersten Blick sieht.

00:05:55: auch das erlebe ich immer mal wieder.

00:05:58: Ich erinnere mich noch gut daran dass sich ein Team schrecklich über einen jungen Mann beschwert hat der sei so schwierig und überhaupt.

00:06:08: Und dann hat die Teamleitung gesagt ja das stimmt Der ist aufgrund seiner Geschichte nicht ganz so belastbar und gleichzeitig ist es so dass er immer da ist und er macht oft die Aufgaben, auf die die anderen keine Lust haben.

00:06:29: Also das finde ich auch gut.

00:06:31: hinzuschauen hat denn vielleicht eine Person, die nach außen als nicht so stark wirkt dafür stärken sie nicht im ersten Moment.

00:06:39: zu Tage treten Das nämlich ganz oft so.

00:06:46: Und ein weiterer Tipp ist Die starke wirklich Wert zu schätzen und ihnen gleichzeitig weitere Entwicklungsmöglichkeiten zu geben.

00:07:00: Also nicht nach dem Motto, der starke ist dann einfach die Hilfsperson für denjenigen, der nicht so stark ist.

00:07:08: Wir Menschen sind so unterschiedlich und wir haben unterschiedliche Stärken und Schwächen.

00:07:15: Meistens sind jüngere Menschen flinker – und körperlich belastbarer als die älteren!

00:07:21: Ich sage absichtlich meistens es nicht immer so.

00:07:25: Jeder von uns wird ältern, dann merkt man Ich kann manche Sachen nicht mehr so, da kommen erste Zipperlein der Rücken oder des Knie-Tutwee.

00:07:37: Und es gibt Leute die brauchen länger zum Lernen!

00:07:43: Dafür sind sie vielleicht bei anderen Dingen wieder robuster – also wirklich genau hinzuschauen und sich im Plan zu machen.

00:07:56: Also ein Team leidet sehr darunter wenn eine Führungskräfte Das schleifen lässt.

00:08:04: Also, wenn ein Team das Gefühl hat oder stellt sich jemand dumm und da macht jemand auf langsam... Und da kommt von der Führungskraft nichts!

00:08:12: Das ist keine gute Idee.

00:08:14: Wenn jemand etwas nicht kann?

00:08:16: Es ist ein Unterschied.

00:08:18: Wenn er nicht will führt es ziemlich schnell zu Ärger.

00:08:24: Dann ist natürlich schon auch die Situation dass es heißt zu überprüfen Ist es vielleicht wirklich so, dass die Arbeit zu viel ist?

00:08:37: Das könnte nämlich auch noch sein, dass man sehr genau hinschauen muss.

00:08:43: Kann das sein?

00:08:45: Dass derjenige demal den Arbeitsplan aufgestellt hat?

00:08:48: wir brauchen zum Beispiel zur Nachbereitung in der Bäckerei am Ende des Arbeitstags so und solange Und die Person ist vielleicht wahnsinnig routiniert gewesen und sehr schnell uns einfach zu schnell Zu hohe Ansprüche.

00:09:09: du siehst Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, um mit diesem Thema umzugehen.

00:09:17: Last but not least könntest du natürlich auch mit den Personen die ganz besonders stark sind sprechen und sie fragen wie du sie unterstützen könntest dass Sie das ein Stück weit akzeptieren können wenn jemand anders nicht so schnell ist.

00:09:37: Und am Ende hast Du jetzt mehrere Möglichkeiten Nicht gute Leistung mit noch mehr Arbeit belohnen die etwa schwächeren Stück für Stück nachqualifizieren, diejenigen, die gut sind.

00:09:50: Weiter entwickeln sie wertschätzen Sie nicht zu in Anführungszeichen Hilfsarbeitern der Schwächeren machen, genau hinschauen ob vielleicht irgendwo eine objektive Überforderung ist gucken wo die Nicht-zu-Leistungen starken möglicherweise ganz besondere Stärken haben und natürlich drüber sprechen was brauchen die stärkeren Wenn du so jemandem im Team hast, mit was wirst Du anfangen?

00:10:24: Was wirst du als erstes ausprobieren?

00:10:28: Ich wünsche dir viel Erfolg dabei!

00:10:31: Und wir hören uns in zwei Wochen mal schauen, was ich dann aus der Praxis berichten kann.

00:10:39: Schön dass du mit dabei warst – ich hoffe, du konntest den einen oder anderen Gedanken als Inspiration für dich mitnehmen und du weißt ja... Erfolg hat genau drei Buchstaben T, U und N. Ich freue mich wenn wir uns bald wieder hier hören!

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