Das Matterhorn: Warum dein Team mehr positives Feedback braucht
Shownotes
Wie oft sagst du deinen Teammitgliedern eigentlich, was du an ihnen schätzt?
Uns fallen bei anderen Menschen oft zuerst die Dinge auf, die uns stören. Der blöde Spruch. Eine Angewohnheit, die nervt. Oder eine Art zu arbeiten, die so gar nicht zu unserer eigenen passt.
Doch was passiert, wenn wir unsere Aufmerksamkeit ganz bewusst auf das Positive richten?
In dieser Folge nehme ich dich noch einmal mit zu meinem Seminar in Abeno. Dort habe ich eine einfache, aber wirkungsvolle Methode kennengelernt: das „Matterhorn“. Der Name kommt von „You matter“ – du bist wichtig. Über mehrere Tage haben wir uns gegenseitig positive Rückmeldungen geschrieben. Und dabei habe ich gemerkt: Es verändert nicht nur etwas beim Menschen, der das Feedback bekommt. Es verändert vor allem den Blick desjenigen, der es gibt.
Denn plötzlich schaust du genauer hin: Was schätze ich an diesem Menschen? Was bringt er in die Gruppe ein? Welche Stärke habe ich bisher vielleicht übersehen?
Genau deshalb kann das Matterhorn auch für Teams spannend sein.
In dieser Folge erfährst du: wie die Matterhorn-Methode funktioniert, warum positives Feedback manchmal gar nicht so leichtfällt, wie die Übung deinen Blick auf andere Menschen verändert, warum sie gerade bei Teammitgliedern spannend wird, die dir weniger ähnlich sind, wie Wertschätzung das Miteinander im Team stärken kann, und wie du die Methode ganz einfach in deinem eigenen Team ausprobieren kannst.
Vielleicht braucht es manchmal nur eine andere „Brille“, um zu entdecken, was längst da ist. Denn jeder Mensch in deinem Team sollte spüren: You matter. Du bist wichtig.
Transkript anzeigen
00:00:03:
00:00:20: Herzlich Willkommen zu Folge fifty-two.
00:00:24: Ich nehme dich nochmal mit nach Abano und erzähle dir von einer zweiten wirklich tollen Technik, die ich gelernt habe.
00:00:33: sie heißt das Matterhorn.
00:00:37: Also nicht das Matterhorn, sondern das Matter horn von YouMatter.
00:00:43: Du bist wichtig!
00:00:46: Gleich am ersten Tag von unserem Seminar haben Christina und Sebastian uns ein großes Plakat gezeigt.
00:00:53: Da war das Matter Horn drauf.
00:00:55: Und dann haben sie uns erklärt dass jeder von uns eine Aufgabe hat.
00:01:01: in den folgenden fünf Tagen.
00:01:05: Wir sollten pro Tag drei positive Feedback schreiben, zu unterschiedlichen Leuten bei uns im Seminar.
00:01:17: Ein Feedback sollte immer für den Sitz nach Bahn sein.
00:01:22: Manche haben sich jeden Tag woanders hingesetzt um neue Leute kennenzulernen.
00:01:26: andere haben beschlossen sie bleiben lieber auf ihrem angestammten Platz.
00:01:31: Bei dem Metahor an wurden lauter große Umschläge befestigt so dass wir unsere Rückmeldungen sozusagen anonym einwerfen konnten in die verschiedenen Briefkästen.
00:01:48: Ja, und das war richtig toll als jeder am Ende der Woche seinen Briefkasten abgehängt hat und wir dann in Ruhe lesen konnten was die anderen so über uns geschrieben haben.
00:02:08: Das tat man richtig gut positive Rückmeldungen zu kriegen.
00:02:15: War es einfach?
00:02:18: Ehrlich gesagt nicht immer!
00:02:20: Weil Es hat ja tatsächlich bedeutet, dass sich jeder von uns über den anderen positive Gedanken machen musste.
00:02:35: Und das entspricht halt sogar nicht der Natur des Menschen!
00:02:39: Also unser Gehirn ist ja nicht dazu da uns glücklich zu machen sondern auf Überleben programmiert.
00:02:44: und schon sucht es ganz gerne die Gefahren und dann übertreibt's ein bisschen und sucht auch das Haar in der Suppe bei anderen Menschen.
00:02:53: Und jeder von uns hat ja Ecken und Kanten, und wir gehen anderen einfach auch mal auf die Nerven.
00:02:59: Durch einen blöden Spruch!
00:03:01: Dadurch dass wir vielleicht besonders ernst sind oder besonders albern sind, besonders laut sind oder sehr leise sind.
00:03:11: Wenn du dann dir Aufgabe hast im Seminar vielen anderen Menschen positiv Rückmeldungen zu geben, verändert sich deine Wahrnehmung weil Du guckst die Menschen anders an.
00:03:26: Das ist ein bisschen so, als würde man sich eine Brille auf die Nase setzen und zu sich selber sagen oh jetzt schau ich mal jeden mit dieser Positivbrille an.
00:03:35: was macht denn der Positives?
00:03:38: Was tut er vielleicht für die ganze Gruppe?
00:03:41: Was hat er im Seminar beigetragen?
00:03:44: Was habe ich von diesem Menschen gehört?
00:03:47: wie ihr mit seiner Familie umgeht?
00:03:49: Wie ihr vielleicht seine Freizeit gestaltet?
00:03:53: Und was von all den Dingen kann ich dem anderen positiv zurückmelden?
00:04:00: Bei manchen ist es mir ganz leicht gefallen, bei anderen habe ich ganz schön nachdenken müssen.
00:04:09: Mit denen hatte ich vielleicht einfach auch zu wenig zu tun.
00:04:12: das kennst du dir bestimmt von dir gleich und gleich gesellt sich gern.
00:04:17: relativ schnell bilden sich in allen Teams oder Gruppen kleinere Grüppchen Und ich fand diese Übung wirklich gut, mir mal Gedanken zu machen.
00:04:30: Bei uns lief diese Sache mit dem Matterhorn fünf Tage.
00:04:34: in einem Team würde ich sowas natürlich länger laufen lassen und ja da muss man sich her zammreißen und sagen Ich brauche jetzt ein Zettel und einen Stift und paar Minuten um das aufzuschreiben.
00:04:47: Irgendwann bin ich dazu übergegangen auch noch mit farbigen Stiften irgendwelche Blümchen draufzumalen und ich bin jetzt künstlerisch nicht wirklich begabt, was solche Dinge betreffen.
00:05:00: Es hat mir noch mal gezeigt dass auch so eine auf länger angelegte Übung ne echt gute Sache ist weil ich mache ja gern die Komplimenterunde oder das positive Spekulieren vom Gunther Schmidt was beides sehr ähnlich ist.
00:05:19: da ist es allerdings so eine einmalige Sache.
00:05:22: dann macht man das einmalig und irgendwann später vielleicht nochmal wieder Längere Zeit.
00:05:30: You matter, du bist wichtig für dieses
00:05:32: Team.".
00:05:34: Und ich hab das und das beobachtet!
00:05:38: Jetzt wirst Du vielleicht sagen, du Annette, das kann ich doch demjenigen gleich auch direkt sagen Ja da hast Du natürlich recht, es könnte man machen.
00:05:47: Allerdings finde ich ist es ein Unterschied ob Du am Ende einen Briefumschlag in der Hand hast und da sind lauter kleine Zettel drin auf die Menschen was Positives über Dich geschrieben haben.
00:06:01: Bei manchen Dingen ist man dann vielleicht überrascht.
00:06:05: Bei anderen denkt man sich, oh schön das es ein anderer auch erkennt.
00:06:09: ich sehe das genauso und es verändert halt wirklich die Wahrnehmung im Team weil ich ja gezwungen bin den Anderen anders anzuschauen Weil ich vielleicht auch bei den Menschen denen nicht sofort um einen Hals fallen würde wenn man so ganz anders ist Und halt vielleicht Nicht Ja So in allen Punkten einhundert Prozent übereinstimmt.
00:06:38: Weil es ja bei denen auch die Aufgabe gibt, hinzugucken und zu sagen was finde ich denn an denen gut?
00:06:47: Wir sind ganz schön schnell da drin Menschen abzuwerten.
00:06:49: Da macht jemand etwas Blödes oder er hat doofes Socken an oder weiß der Geier.
00:06:54: Und dann bei Leuten die uns nicht so rasend sympathisch sind Was Gutes zu finden und das zur Papier zu bringen.
00:07:02: Ich finde Das ist eine schöne Übung Und wir alle könnten das so viel mehr machen.
00:07:12: Ist es nicht schade, dass wir das so wenig machen?
00:07:17: Es wäre einfacher wenn wir das mehr machen würden!
00:07:21: Ich glaube unser aller Leben wäre einfache.
00:07:23: Das könnte man natürlich auch in der Familie machen.
00:07:26: also ich wollte mal so angemerkt haben.
00:07:29: Auch in der Familien ist es ja oft so, dass uns die Sachen auffallen, die uns an Kindern, Geschwistern Eltern, Partnern eher auf den Keks gehen.
00:07:41: Jetzt wüsst ich gern, was du dazu denkst.
00:07:43: zum Matterhorn.
00:07:45: Findest du es eine gute Idee?
00:07:48: Überlegst du schon wie du es deinem Team verkaufen könntest?
00:07:55: oder denkst du ach Annette mal wieder so ein Psycho-Ferz weiß gar nicht ob das ein Psychoferz ist?
00:08:05: Es ist vielleicht ein bisschen Eine ungewöhnliche Sache und Ich liebe ja ungewöhntliche Sachen!
00:08:13: Ich finde sowas einfach gut.
00:08:16: übrigens Angespornt durch mein eigenes Seminar in Abano, er arbeite ich gerade ein Kartenset.
00:08:31: Ein Kartensett mit ganz vielen Vorschlägen was man machen kann damit es dem Team insgesamt gut geht.
00:08:40: und da rede ich jetzt nicht von großen Sachen sondern eher von den ganz kleinen Dingen.
00:08:47: ja... Ich weiß noch nicht wie ich das Ganze am Ende aufsetzen werde.
00:08:51: Der erste Betrieb, in dem ich demnächst bin darf sich jetzt ausprobieren.
00:08:55: Für die habe ich das schon mal im kleinen Format fertig gemacht und ich bin schon super gespannt was die Leute sagen!
00:09:00: Und wenn es gut ankommt dann muss ich ganz dringend mal mit Sebastian sprechen und hören ob der die Idee auch gut findet.
00:09:10: vielleicht entwickeln wir da gemeinsam etwas größeres draus.
00:09:18: Ich lass dich jetzt mal Ein bisschen drüber nachdenken, ob du nicht Lust hast das Matterhorn auszuprobieren.
00:09:25: Eins kannst du mir glauben – auch wenn es ein bissel aufwendiger ist, wenn man für alle im Team was macht und wenn euer Team klein ist würde ich vielleicht zwei oder drei Runden mit den Komplimenten machen!
00:09:38: Es ist ein wirklich schönes Gefühl am Ende diesen Umschlag zu öffnen und zu sehen und zu lesen, was anderen einem gut finden tut dem Selbstbewusstsein wirklich gut und tut gar nicht weh, sich mal über andere positive Gedanken zu machen.
00:09:59: Lass es dir gut gehen!
00:10:00: Wir hören uns in zwei Wochen wieder.
00:10:04: Bis dann Tschüss!
00:10:07: Schön dass du mit dabei warst.
00:10:09: ich hoffe du konntest den ein oder anderen Gedanken
00:10:12: als Inspiration
00:10:14: für dich mitnehmen Und Du weißt ja Erfolg hat.
00:10:18: genau drei Buchstaben
00:10:20: T U
00:10:22: N. Ich freue mich, wenn wir uns bald wieder hier hören.
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