Warum dein Team mehr heimliche Wohltaten braucht

Shownotes

Was passiert, wenn im Team plötzlich alle anfangen, sich heimlich etwas Gutes zu tun?

Klingt erst einmal nach einer netten Spielerei. Doch hinter der Übung „Secret Buddy“ steckt viel mehr. Sie kann den Blick aufeinander verändern – gerade dann, wenn Stress, Druck oder Konflikte die Stimmung im Team belasten.

Ich habe die Übung bei einem Seminar selbst erlebt. Und dabei gemerkt: Es ist gar nicht so leicht, einem anderen heimlich etwas Gutes zu tun. Und genauso spannend ist es, plötzlich viel genauer darauf zu achten, was die anderen für mich tun.

Denn unser Gehirn hat eine Schwäche für das Negative. Was nicht klappt, was uns nervt oder wo jemand einen Fehler macht, fällt uns schnell auf. Die vielen kleinen positiven Dinge im Alltag übersehen wir dagegen leicht.

Genau hier setzt der „Secret Buddy“ an.

In dieser Folge erfährst du: wie die Secret-Buddy-Übung funktioniert, warum kleine Wohltaten im Team eine große Wirkung haben können, was unser Negativity Bias damit zu tun hat, warum die Übung den Blick auf Kolleginnen und Kollegen verändert, wie du damit die Stimmung und das Miteinander im Team stärken kannst, und warum sich die Übung besonders für gestresste oder neue Teams eignet.

Eine einfache Idee, für die du weder ein großes Budget noch einen aufwendigen Teamtag brauchst. Dafür braucht es etwas Aufmerksamkeit, Neugier und die Bereitschaft, den Blick auf das Gute zu richten. Vielleicht probierst du den Secret Buddy einfach mal vier Wochen lang mit deinem Team aus.

Transkript anzeigen

00:00:03: Fürst Class to Go!

00:00:06: Boost your Team.

00:00:08: Der Podcast für Teamleader auf dem Weg zu einem mental starken und leistungsfähigen Team mit Annette Fürst.

00:00:19: Herzlich willkommen zur Folge Einundfünfzig.

00:00:24: Heute geht es um heimliche Wohltaten im Team, ich bin wieder Zuhause.

00:00:34: Zehn Tage Metaforums-Sommercamp in Abano liegen hinter mir.

00:00:40: Ein Teil der Zeit habe ich damit verbracht, selber ein Seminar zu geben und habe hoffentlich meine Teilnehmer glücklich gemacht.

00:00:47: Einen Teil derzeit habe ich mit dabei verbracht an einem Seminarteil zu nehmen vorhandenes Wissen wieder aufzufrischen neue Ansätze dazu zu lernen Und vor allem hatte ich eine ganz wunderbare Gelegenheit Eine Übung die ich selbst schon immer wieder mit Teams gemacht habe Mal selber zu erleben.

00:01:17: Das ist ja schon ein Unterschied, ob man hauptsächlich allein arbeitet oder in dem Team und dann die Möglichkeit hat etwas auszuprobieren und zu erlebten oder ob man es nur als Idee an den Team weiter reicht.

00:01:32: Und von diesen heimlichen Wohltaten möchte ich dir heute erzählen weil ich das wirklich eine absolut geniale Übung finde.

00:01:42: Meine Vermutung ist ja dass die ganz ursprünglich mal aus der Familientherapie kommt.

00:01:49: Wenn sich nämlich so eine Familie ganz schön verstritten hat und das gilt natürlich auch für jedes Team, dann haben wir ja so ne Negativbrille auf der Nase.

00:01:59: Abgesehen davon dass unser Gehirn sowieso schon unter einem negativity bias line idet Und wie er die negativen Dinge viel schneller wahrnehmen als die positiven ist es natürlich noch echt verstärkt.

00:02:13: wenn Sowieso schon Sand im Getriebe ist heißt dann manchmal, die Aufgabe bis zum nächsten Treffen ist jemand anderem ganz heimlich eine Wohltat zu tun.

00:02:38: Ich nannte das mal Geschenkewichteln oder Komplimente-Wichteln.

00:02:47: da zieht man ja auch einen Namen.

00:02:48: meistens ist ja diese Geschichte so vor Weihnachten und dann sieht meine Namen hat die Aufgabe jemand anderen ein Geschenk zu besorgen.

00:02:57: Nein, nein!

00:02:58: Ich rede nicht von Schrottwichteln.

00:02:59: Das finde ich persönlich ja ziemlich dämlich.

00:03:02: Da wird man zwar irgendwelche ungeliebten Geschenke los, die man selber nicht mehr haben möchte.

00:03:06: Nett ist allerdings was anderes.

00:03:10: Beim Komplimente-Wichteln geht es darum dem anderen, heimlich still und leiseren Kompliment zu machen ohne dass er das mitkriegt und beim Geschenkgewichteln ein Geschenkt zu machen.

00:03:24: Ich habe das jetzt noch.

00:03:25: unter anderem Vorzeichen kennengelernt haben Christina und Sebastian unsere Referenten das Ganze den Secret Buddy genannt.

00:03:35: Wir mussten also auch einen Namen ziehen bei uns aus dem Seminar, wir waren ja fünf Tage zusammen und dann war die Aufgabe dass wir unserem Secret Buddy heimlich was Gutes tun!

00:03:51: Das konnte seinen Kaffee mitbringen ein neues Namenschild besorgen Informationen weitergeben Besonders nett zu jemandem zu sein und platzfrei zu halten, was auch immer.

00:04:05: Gleichzeitig sollten wir in der Woche herausfinden wer unser Secret Buddy sein könnte.

00:04:14: Am besten macht man sowas ja über einen längeren Zeitraum.

00:04:17: bei uns gingen halt nur die fünf Tage weil wir eben nur die fünftage hatten.

00:04:21: Und eins kann ich dir sagen Ich fand es weder leicht für meinen Secret Buddy etwas nettes zu tun Und genauso wenig leicht fand ich herauszufinden, wer Mein Secret Buddy war.

00:04:38: Warum fand ich das nicht so leicht?

00:04:41: Naja wir kannten uns ja alle untereinander nicht so und hatten auch gar nicht so viel Möglichkeiten was zu machen!

00:04:49: Und Mein Secret buddy, dem ich etwas Gutes tun wollte, der hat am Anfang gar nicht erkannt, was ich eben Gutes Tun wollte.

00:04:57: Erst ganz am Ende hatte sich dann gedacht oh wahrscheinlich ist es die Annette gewesen und damit hat sie recht.

00:05:07: Und ich habe meinen Secret Buddy, ehrlich gesagt nicht erkannt.

00:05:12: Das ging noch ein paar anderen Leuten bei uns so.

00:05:16: Deswegen wäre es besser.

00:05:17: das ganze läuft länger.

00:05:19: Jetzt kann man sich natürlich schon fragen ja und was soll des ist jetzt irgendwie eine Teambeschäftigungsaufgabe ernette oder hast du dir auch etwas dabei gedacht?

00:05:27: Oder haben sich eure Referenten was dabei gedacht?

00:05:31: Na klar denkt man sich bei sowas etwas dabei.

00:05:35: Zum einen macht es einfach Spaß, einem anderen heimlich was Gutes zu tun.

00:05:41: Und das tut ganz viel fürs Team!

00:05:45: Sind wir doch mal ehrlich – wie oft ist jeder von uns gestresst?

00:05:50: Angespannt?

00:05:51: Gereizt?!

00:05:54: Wie oft fühlen wir uns unter Druck?

00:05:59: und was passiert dann mit unserer Kommunikation und unserem Umgang untereinander?

00:06:04: Wird es dadurch besser?

00:06:07: Nicht wirklich….

00:06:15: Wenn wir ganz bewusst den Fokus verschieben, weil genau darum geht es.

00:06:20: Ja klar!

00:06:21: Es geht darum vielleicht ein nettes Kompliment zu machen.

00:06:23: dem anderen was Gutes zu tun und Geschenk zu besorgen kann man alles machen.

00:06:30: das ist eine Seite.

00:06:31: doch das viel viel wichtigere bei dieser Übung ist es den Fokuss zu verschieben aufmerksam zu sein für die guten Dinge die einem wiederfahren damit sie eben nicht hinten runterfallen.

00:06:48: Aufmerksam zu sein für Komplimente und gutes Feedback.

00:06:56: Aufmerksam zu sein, wenn einem jemand ein Kaffee mitbringt oder neues Namen schreibt.

00:07:05: Ganz oft gehen diese Kleinigkeiten in unserem Alltag verloren weil – und besonders natürlich wenn Sand im Getriebe ist?

00:07:17: Weil wir eine Negativbrille auf der Nase haben!

00:07:21: Unser Gehirn ist so gepohlt es sucht ständig die Gefahr um uns zu beschützen.

00:07:29: Das ist ja auch sinnvoll, allerdings nicht dauernd.

00:07:37: und jetzt stellt ihr vor was passiert wenn man so eine Secret Body Geschichte über vier Wochen mal macht?

00:07:45: Wenn jeder im Team seinen Fokus verschiebt und auf das achtet was gut ist und neugierig guckt wer tut mir gerade etwas Gutes und könnte das mein Secret Body sein?

00:07:57: Wir hatten ja dann Leute bei unserem Team.

00:08:00: das war echt witzig.

00:08:02: Da haben wir das Gefühl gehabt, der will alle anderen auf eine falsche Pferde führen.

00:08:07: War besonders nett zu unterschiedlichen Leuten nach dem Motto Aha!

00:08:12: So lenke ich davon ab wer wirklich mein Secret Buddy ist.

00:08:18: und ja Wir haben viele Dinge anders angeschaut vielleicht nicht also selbstverständlich genommen Und wir haben noch was gemacht nämlich wir haben uns Gedanken darüber gemacht wie wir einem Anderen etwas Gutes tun können.

00:08:36: Ich war da bei meinem Secret Buddy wirklich ganz schön damit beschäftigt.

00:08:40: Was kann ich ihr denn Gutes tun in der Woche?

00:08:45: Ja, ich habe mein Kaffee mitgebracht!

00:08:50: Ich hab das mit dem Namen schild gemacht.

00:08:54: Komplimente verteile ich persönlich sowieso gerne.

00:08:58: Daran hätte es wahrscheinlich nicht gemerkt.

00:09:03: Da gibt so viel verschiedene Möglichkeiten Und ist verändert.

00:09:07: was im Miteinander, schlockert das Ganze auf.

00:09:11: Es ist lustig und es verschiebt den Fokus.

00:09:15: Es macht was mit der Stimmung.

00:09:20: Natürlich super sinnvoll in jedem neuen Team, sinnvoll überall da wo es an dem Getriebe ist um den Fokus wieder zu verschieben und festzustellen hey der andere ist gar nicht so schlimm, sinn voll in jedem Team des gestresstes.

00:09:40: und sind wir mal ehrlich im Prinzip ist es sinnvoll für jeden von uns zur jeder Zeit.

00:09:52: Ich war total dankbar dafür dass ich die Möglichkeit hatte damit zu machen und selber die Auswirkungen zu spüren.

00:10:02: Für mich war es unter anderem deswegen eine sehr schöne Woche, uns hat einfach Spaß gemacht den Fokus bewusst zu verschieben.

00:10:13: Es ist so ne einfache Geschichte!

00:10:17: Und hat so viele Auswirkung.

00:10:22: vielleicht magst du das mit deinem Team ausprobieren und mir ne Mail schreiben und erzählen wie's gelaufen ist.

00:10:30: Jetzt wünsche ich dir zwei schöne Wochen.

00:10:32: Wir hören uns in zwei Wochen wieder und wahrscheinlich werde ich noch das eine oder andere an Erkenntnissen aus Aberno mit dir teilen.

00:10:42: Mach's gut!

00:10:45: Schön, dass du mit dabei warst – Ich hoffe, du konntest den einen oder anderen Gedanken als Inspiration für dich mitnehmen.

00:10:53: Und Du weißt ja Erfolg hat genau drei Buchstaben T U N. Ich freue mich, wenn wir uns bald wieder hier hören.

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