Wenn der Workshop zum Spiegel deiner selbst wird

Shownotes

Was passiert, wenn plötzlich alles anders läuft als geplant?

In dieser sehr persönlichen Folge erzählt Annette Fürst von einem bewegenden Erlebnis in Malawi – und davon, was wir aus Begegnungen mit „ganz anderen“ Menschen lernen können. Ein Unfall ihrer Mutter macht ihr erneut bewusst, wie wertvoll Zeit ist und wie schnell sich alles verändern kann. Gleichzeitig erlebt sie in einer Weiterbildung, wie herausfordernd es sein kann, mit Menschen zusammenzuarbeiten, die völlig anders ticken als man selbst.

Diese Folge lädt dich dazu ein, neugierig statt abwehrend auf Unterschiede zu schauen – im Team, im Alltag und bei dir selbst.

Darum geht’s in dieser Episode:

Warum uns fremde Menschen oft triggern Wie Teams von unterschiedlichen Sichtweisen profitieren können Weshalb Reibung manchmal Wachstum bedeutet Warum Veränderung oft unbequem beginnt Wie du offen bleiben kannst, ohne dich selbst zu verlieren Was mentale Stärke auch mit Neugier zu tun hat

Impuls der Folge: Nicht jeder Mensch muss so sein wie du. Aber genau darin kann eine große Chance liegen.

Transkript anzeigen

00:00:03: Fürst Class To Go Boost your Team Der Podcast für Team Leader auf dem Weg zu einem mental starken und leistungsfähigen Team mit Annette Fürst.

00:00:19: Einen wunderschönen guten Morgen und herzlich willkommen zur Folge forty-five.

00:00:25: Wenn du ganz genau hinhörst hörst du vielleicht Vögel, die sich nicht europäisch anhören.

00:00:30: im Hintergrund unterpletschert Wasser Und das liegt daran dass ich in Malawi bin In die Longwe genauer gesagt und die herrliche Aussicht vom Balkon unseres Zimmers genieße.

00:00:44: Heute kann ich schon wieder ein bisschen lächeln, gestern war mir gar nicht nach Lachen zumute denn am ersten Morgen unseres Aufenthaltes in Malawi gab es einen ernsten Zwischenfall mit meiner Mutter.

00:00:59: Wir hatten ein wunderschönes Hotelzimmer mit einer freistehenden Badewanne Die allerdings war nicht im Boden verankert, was keiner von uns gewusst hat.

00:01:07: Und dann kippte sie mitsamt meiner Mutter um und die hat ein Teil des Badewannenrandes auf den Kopf gekriegt.

00:01:17: Du kannst dir bestimmt vorstellen da war die Aufregung groß.

00:01:21: Eine Ambulanz gibt es hier nicht so richtig also haben wir das nächste Taxi genommen sind ins Krankenhaus gefahren haben Gott sei Dank ein gutes erwischt.

00:01:30: Also für malawische Verhältnisse.

00:01:32: Meine Mutter meinte danach, naja jetzt weiß sie das deutsche Gesundheitssystem erst so richtig zu schätzen.

00:01:39: Glück im Unglück?

00:01:41: Es ist nicht so schlimm wie wir zuerst dachten!

00:01:44: Nur dass wir jetzt zwei weitere Tage in Lelongwe bleiben müssen weil der Arzt gesagt hat es schon wichtig.

00:01:50: man weiß ja bei Kopfverletzungen nie ob noch was nachkommt und die ersten achtundvierzig Stunden sind die kritischten.

00:01:57: Danach nimmt das Risiko deutlich ab und dann können wir auch morgen an den See fahren.

00:02:03: Ja Das hat mir übrigens mal wieder gezeigt, wie wertvoll Zeit ist und wie schnell Dinge passieren können die alles ändern können.

00:02:13: Ab und zu passieren ja so Dinge im Leben wo man dann anfängt nachzudenken.

00:02:17: das war mal wieder eines von diesen Dingen.

00:02:22: Und jetzt gehen wir ins eigentliche Thema nämlich Workshops als Spiegel für einen selber!

00:02:30: Das hat jetzt vielleicht nicht direkt was mit mental starken Teams zu tun obwohl Im Prinzip hat es das doch.

00:02:38: Ich hatte nämlich letztlich ein total interessantes Erlebnis und davon möchte ich berichten und dich sozusagen inspirieren, dass für dich und dein Team auch so zu nutzen!

00:02:51: Ich bin ja jemand der gerne Weiterbildungen macht und momentan bin ich in einer Weiterbildung die läuft hauptsächlich online.

00:02:58: ganz am Ende werden wir uns auch für drei Tage live sehen und ich habe festgestellt Ich fühle mich so ein bisschen wie ein Exot in dieser Gruppe.

00:03:09: Ich bin irgendwie anders als die anderen, ich glaube, ich bin einfach sehr bodenständig und oft schon auch ein ordentlicher Kopfmensch.

00:03:20: Und in der Gruppe sind ganz viele Leute drin, die sind total anders!

00:03:24: Die sind eher spirituell unterwegs... ...und was bedeutet das für mich?

00:03:30: Das bedeutet für mich eine immense Herausforderung.

00:03:34: also nicht dass ich sie nicht alle sympathisch finde und sie sind so anders als ich.

00:03:41: Und dabei ist mir was Interessantes aufgefallen, Ich kann mich jetzt sperren und kann sagen Boah die sind ja alle blöd.

00:03:47: oder ich kann sagen wie interessant die sind alle ganz anders.

00:03:50: also ich das bin.

00:03:51: Was kann ich denn daraus lernen?

00:03:54: Was für ein Spiegel hält mir möglicherweise jeder einzelne von denen vor?

00:04:00: Wo möchte ich mich verändern oder wo wird es mir gut tun, mich zu verändern?

00:04:08: Wo möchte ich so bleiben wie ich

00:04:10: bin?".

00:04:13: Also man könnte sagen in dem Moment, wo's so ein bisschen ruckelig wird und Reibung ist und nicht nur Wohlfühlatmosphäre hat der Mensch natürlich die Möglichkeit sich viel mehr zu hinterfragen als wenn er lauter Leute trifft, die gleich sind.

00:04:27: Wir bewegen uns ja sowieso schon oft in unserer ganz eigenen Bubble allein durch Social Media.

00:04:33: Da kriegen wir auch immer das Gleiche angezeigt wenig Neues.

00:04:39: Und ich weiß jetzt nicht, wie es dir geht und wie das bei euch ist oder auch bei eurem Team ist.

00:04:48: nutzt ihr dass wenn jemand ganz anders ist um hin zu gucken und zu sagen oh spannend was davon könnte interessant sein.

00:04:58: wo könnten wir uns mal anschauen ob ein neuer Mensch mit neuen Ideen Impulse bringt die wir vorher nicht hatten?

00:05:08: Das würde mich ja schon sehr interessieren.

00:05:12: Ja, das ist unbequem.

00:05:13: Also zumindest ich stelle es gerade für mich fest, dass das unbequent ist weil er fordert alte lieb gewonnene Pfade ein bisschen zu verlassen und möglicherweise sich Neues anzueignen.

00:05:28: Es ist ja nun kein großes Geheimnis, dass unser Gehirn lernen kann bis wir irgendwann diese Welt verlassen.

00:05:35: also können wir natürlich sehr wohl hingucken können sagen auch spannend da ist jemand anders.

00:05:40: Was könnten wir denn von dem lernen?

00:05:44: Wir tun's nur ungern.

00:05:47: Oft grenzen wir ja Menschen, die wir dann als merkwürdig empfinden eher aus anstatt sie als Lernchance zu begreifen.

00:05:56: Übrigens heißt es jetzt nicht dass wir alles übernehmen sollen.

00:05:59: also bei mir ist das auch nicht so dass ich jetzt alles aus dieser Gruppe übernehmen werde.

00:06:04: Ich werd' mir genau anschauen was davon könnte mich weiter bringen.

00:06:08: wo kann ich dazu lernen?

00:06:11: Wo gibt´s vielleicht Ideen und Denk an Stöße, die mich noch ein Stück weiter bringen könnten.

00:06:21: Und dann kann ich ja in Ruhe entscheiden nur im ersten Moment gleich zu sagen oh nee das lass mal jetzt weil da ist der Mensch nicht richtig oder der ist mir zu fremd.

00:06:34: Das muss ja nicht unbedingt sein.

00:06:39: Ich bin schon sehr gespannt wohin ich mich entwickelt habe wenn dieser Kurs beendet ist.

00:06:48: und ich würde jetzt schrecklich gern mit dir hier auf diesem Balkon sitzen Die Sonne scheint mir ins Gesicht und mit dir darüber philosophieren, wie das bei dir im Team ist.

00:07:00: Und was ihr vielleicht machen müsstet?

00:07:03: Welche Einstellungsbräuchte um sich weiterentwickeln zu können und es neue Fremde nicht nur als Gefahr zu bewerten – das passiert uns ja ganz schnell unbewusst, nicht absichtlich!

00:07:23: Das wäre jetzt schön Darüber nachzudenken und gemeinsam zu überlegen, welche Schritte braucht es?

00:07:34: Für mich war der erste.

00:07:36: Mir einfach einzugestehen.

00:07:38: Puh sind die anders!

00:07:40: Puh ist das eine Herausforderung für mich.

00:07:43: Und dann ganz bewusst zu entscheiden jetzt lasse ich das erst mal stehen dass sie anders sind... ...und dann gucke ich mal und ich schlafe eine Nacht rüber und ne zweite und ne dritte und diese sich eingestehen ist ja auch schon ein guter Schritt anstatt gleich wegzuschieben.

00:08:09: Soweit meine Gedanken für heute, eine eher kürzere Episode.

00:08:14: mal sehen was ich nächste Mal zu erzählen habe.

00:08:16: vielleicht wird es dann wieder länger.

00:08:18: Schauen wir mal!

00:08:19: Ich werde jetzt einfach den Tag so gut genießen wie ich kann, den Vögeln zuhören, vielleicht nachher mal ins Wasser gehen und mich beim Frühstück verwöhnen lassen Und dann hoffe ich, dass es so weiter geht wie gestern das sich meine Mama schnell erholt und wir morgen zu unserer Schule an den See fahren können.

00:08:40: Darauf freue ich mich schon ganz besonders!

00:08:44: Dir wünsche ich eine gute Zeit.

00:08:45: Wir hören uns in zwei Wochen.

00:08:47: Lass es dir bis dahin gut gehen.

00:08:51: Schön, dass du mit dabei warst.

00:08:53: Ich hoffe Du konntest den einen oder anderen Gedanken als Inspiration für dich mitnehmen.

00:08:59: Und du weißt ja Erfolg hat genau drei Buchstaben T, U und N. Ich freue mich wenn wir uns bald wieder hier hören!

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